Verbund befeuert Wettbewerb durch Strompreissenkung

13.01.2026

Der Verbund, mehrheitlich im Besitz der Republik, hat einen eigenen „Österreich-Tarif“ angekündigt. Für private Stromkunden soll der Tarif auf unter 10 Cent/kWh sinken. Das ist ein nächster bedeutender Schritt zur Senkung der Stromkosten in Österreich. Denn die Preisankündigung von Verbund-Chef Michael Strugl soll auch mehr Bewegung in den Preiswettbewerb der Stromanbieter bringen. Die Regierung begrüßt den Schritt des Verbund.

Das Rot-Weiß-Rote Energieentlastungspaket der Bundesregierung (Senkung Elektrizitätsab- gabe, Senkung des Ökostrombetrags, Netzkostenbremse) mit einem Volumen von 1 Milliarde Euro und die Reform des Strommarktes u.a. mit einer Strompreis-Runter-Garantie und Sozialtarif zu Jahresende ist um einen wesentlichen Aspekt größer geworden. Der Verbund, mehrheitlich im Besitz der Republik, senk die Stromtarife.

Neuer Tarif soll ab März gelten

Der neue Tarif des Verbund soll ab März 2026 für alle Neu- und Bestandskunden gelten. Er sorgt nicht nur für ein günstiges Strompreisangebot, er stärkt vor allem auch den Wettbewerb und sorgt damit wiederum für günstigere Preise. Die Stärkung des Wettbewerbs ist auch ein zentrales Anliegen der jüngsten Strommarktreform, beispielsweise durch die Strom-Preis-Runter Garantie oder transparentere Rechnung.

Stocker: Günstige Energiepreise entscheidende Zukunftsfrage

Erfreut auf die Ankündigung des Verbund reagiert die Bundesregierung. In einer gemeinsamen Reaktion sehen Bundeskanzler Christian Stocker und Energieminister Wolfgang Hattmannsdorfer günstige Stromtarife als entscheidenden Faktor für Wohlstand und Standortsicherung. Der Österreich-Tarif des Verbund ist auf diesem Weg ein weiterer großer Schritt:  „Wir sehen, dass günstige Energiepreise eine der entscheidenden Zukunftsfragen für unseren Standort, ein leistbares Leben und den Wohlstand in unserem Land sind. Sie entscheiden darüber, wie wettbewerbsfähig unsere Betriebe sind, wie stark unser Standort bleibt und wie spürbar Entlastungen im Alltag der Menschen ankommen“, so der Bundeskanzler.

Wechselbereitschaft soll erhöht werden

Die Regierung sieht dem Hintergrund der sehr geringen Wechselbereitschaft der Österreicherinnen und Österreicher den neuen Tarif des Verbunds als besonders wichtig.  50 % der Kunden haben noch nie den Tarif gewechselt, die Wechselrate liegt für Strom bei 4,5 %, in Italien bei 18 %). Ein Tarifvergleich ist einfach, das Einsparungspotenzial oft erheblich, und mehr Wechsel stärkt den Wettbewerb und senkt dauerhaft die Preise.

Hattmannsdorfer: Energieversorger müssen Verantwortung übernehmen

Der Österreich-Tarif des Verbunds sorge laut Stocker „für deutlich niedrigere Energiepreise und stärkt zugleich den Wettbewerb am Strommarkt. Genau diesen Anspruch haben wir auch an alle anderen Energieversorger mit öffentlicher Beteiligung. Denn Wettbewerb ist der zentrale Schlüssel für dauerhaft günstigere Preise.“

Wirtschafts- und Energieminister Wolfgang Hattmannsdorfer betont vor allem die Verantwortung, in der auch die Stromanbieter stehen und unterstreicht die Bedeutung der Staatsbeteiligung am Stromkonzern.  „Als Bundesregierung sind günstigere Strompreise und eine Entlastung der Österreicher/innen unser oberstes Ziel. Dabei müssen auch die Energieversorger Verantwortung übernehmen und für günstige Preise und neuen Wettbewerb sorgen. Mit dem Ö-Tarif tut der Verbund als österreichisches Staatsunternehmen genau das – jetzt sind auch andere Energieversorger gefordert, es dem Verbund gleich zu tun“, so der Minister.