Das Bundeskanzleramt war am Montag und Dienstag zur Innovationsschmiede: Im Rahmen der Public AI-Initiative lud Digitalisierungsstaatssekretär Alexander Pröll gemeinsam mit der TU Austria 25 ausgewählte Studenten ein, um konkrete KI-Lösungen für die öffentliche Verwaltung zu entwickeln. Das Interesse war schon im Vorfeld groß – aus über 200 Bewerbungen wurden die Teilnehmer in einem Auswahlverfahren ermittelt.
Die 25 Nachwuchstalente arbeiteten in fünf interdisziplinären Teams an praxisnahen Prototypen. Im Mittelpunkt standen konkrete Herausforderungen: von der besseren Nutzung von Open Data bis hin zu automatisierten Auswertungen von Förderprojekten. Hackathon-typisch wurde dabei auch bis in die Nacht gearbeitet. Am 5. Mai wurden die entwickelten Lösungen vor einer hochkarätigen Jury präsentiert – vielversprechende Ansätze sollen in der Folge weiterentwickelt und in konkrete Anwendungen übergeführt werden. Technische Unterstützung erhalten die Teams von Experten des Bundesrechenzentrums sowie von sogenannten „Challenge Ownern“ aus Verwaltung, Politik und Forschung.
Pröll: „Innovationskraft der nächsten Generation“
Pröll sieht in dem Format mehr als nur einen Ideenwettbewerb: „Österreich hat exzellente Talente – genau deshalb öffnen wir das Kanzleramt und setzen auf die Innovationskraft der nächsten Generation.“ Ziel sei es, bürokratische Hürden abzubauen und staatliche Services bürgerorientierter und effizienter zu gestalten. Auch TU-Graz-Rektor Horst Bischof, der zugleich Vorsitzender des KI-Beirats ist, zeigte sich von der Initiative überzeugt: „Bei diesem Hackathon nutzen wir die Innovationskraft der Studierenden der TU Austria, um völlig neue Möglichkeiten für Public AI-Services aufzuzeigen.“
KI-Initative der Bundesregierung
Inhaltlich knüpft der Hackathon an die breitere Public AI-Initiative der Bundesregierung an. Im Fokus stehen dabei die Nutzung von Large Language Models als Serviceplattform sowie spezialisierte Anwendungen mit messbarem Mehrwert für Verwaltung und Bevölkerung. Routineaufgaben sollen mittels Künstlicher Intelligenz (KI) schneller erledigt werden – damit Verwaltungsmitarbeiter mehr Zeit für fachliche Entscheidungen und den direkten Bürgerkontakt gewinnen. Nicht zuletzt soll das Event auch einen Kulturwandel im öffentlichen Dienst anstoßen: Die Vernetzung zwischen Studenten und Verwaltungsmitarbeitern soll gegenseitiges Verständnis stärken und neue Wege für die digitale Zukunft eröffnen.
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